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Geschichte Kölns

Die Anfänge

Es wird davon ausgegangen, dass das Gebiet des heutigen Kölns bereits ab 4500 v.Chr besiedelt wurde. Die Siedler wurden vermutlich durch den fruchtbaren Boden am Rhein und das milde Klima angezogen.

Die Römer in Köln

Um 57 v. Chr. wurden die Gebiete am Rhein vom damaligen Statthalter Galliens, Julius Cäsar, erobert. Als Gründungsjahr für die erste städtische Siedlung im Gebiet des späteren Kölns wird von 38 v. Chr. ausgegangen. Die Siedlung lag günstig auf dem Schnittpunkt zweier Handelswege. Es wurde durch die Römer als Garnisionsstandort genutzt.
Im Jahr 15 n. Chr. wurde hier Agrippina die Jüngere, Gattin d. späteren römischen Kaisers Claudius und Mutter des berühmt berüchtigten Nero geboren. Als der Stadt bald darauf der Status einer römischen Kolonie zugesprochen wurde, enthielt ihre neue Bezeichnung die Namen Agrippinas und Claudius: Colonia Claudia Ara Agrippinensum. Die römische Kolonie wird im Jahre 50 n.Chr. zur Stadt erhoben.
Im Jahre 89 n. Chr. erhielt Köln den Status der Provinzhauptstadt Germaniens und die Wasserversorgung wurde duch Aquädukte aus der Eifel verbessert.
Im 3. und 4. Jahrhundert wohnten etwa 15.000 Menschen in Köln, dazu nocheinmal etwa 5.000 im näheren Umland.
Anfang des vierten Jahrhunderts bildete sich die erste Christengemeinde Kölns. Belege für die christliche Bewegung in Köln finden sich auch in der zur Zeit der letzten Christenverfolgung enstandenen Legende um die heilige Ursula, wobei die mit ihr gestorbenen 11 oder 11.000 Jungfrauen im heutigen Stadtwappen Kölns durch 11 Tränen symbolisiert sind.

Die Herrschaft der Franken

Die römische Herrschaft über Köln endete 455: die Franken eroberten Köln. Voererst herrschte König Sigibert, bis er von seinem Vetter, dem Merowinger Chlodwig, ermordet wurde und dieser die Macht übernahm. Die Merowinger herrschten in Köln bis 751, als der Karolinger Pippin der Jüngere die Macht übernahm. 759 erhob Karl I. der Große Köln zum Erzbistum.

Mittelalter

Im Mittelalter erhält Köln viele seiner heutigen Kirchen, so grüdet 953-965 der damalige Erzbischof Brun von Köln die Kirchen St. Pantaleon, St. Andreas und Groß St. Martin. 1164 Bringt Erzbischof Reinhard von Dassel die Gebeine der heiligen Drei Könige nach Köln und 1248 wird der Grundstein des Kölner Doms gelegt. Die große Stadtmauer Kölns entstand ebenfalls im Mittelalter, nämlich um 1180 im Zuge der zweiten Stadterweiterung Kölns. Wichtige Schlachten in dieser Zeit waren die Schlacht bei Worringen in der 1288 der durch die Kölner Bürger unterstützte Herzog Jan I. von Brabant über den Kölner Erzbischof siegt und die Herrschaft über Köln erlangt, sowie der Aufstand der Handwerkszünfte 1396, aus dem die Gaffelverfassung hervorging, wonach fortan der Rat der Stadt aus 22 Gaffeln (Verbünden von Handwerkszünften und Kaufmannsgilden) bestand. Im Spätmittelalter ist Köln mit 400.000 Einwohnern größte Stadt in Deutschland.

Köln zur Zeit der Weltkriege

1917 wird der spätere Bundeskanzler Konrad Adenauer zum Oberbürgermeister von Köln gewählt und prägt die Stadt in vielerlei Hinsicht. So entstehen unter seiner Regierung unter anderem das das Müngersdorfer Stadion (1923), Messegelände (1924), Ford baut seine Werke in Köln (1930) und die Kölner Universität wird wiedereröffnet. Als 1933 die NSDAP stärkste Fraktion im Kölner Rat wird, flieht Adenauer und Köln wird von SA und SS besetzt und damit gleichgeschaltet. 1936 marschieren Deutsche Truppen in das seit Ende des ersten Weltkrieges entmilitarisierte Köln ein. 1940/41 werden Kölner Juden, Sinti und Roma in die Vernichtungslager deportiert. Auch im heute durch die Toleranz der Kölner geprägten Karneval spiegelt sich die Herrschauft des Nationalsozialismus wieder: die Karnevalswagen tragen antisemitische Motive. 1941 wird beim Bau eines Luftschutzbunkers das Dionysusmosaik entdeckt, das heute den Mittelpunkt des Römisch-Germanischen Museums darstellt. Ab 1942 hat Köln unter ständigen Bombardierungen zu leiden bis es bei Kriegsende nahezu komplett zerstört ist.

Köln nach den Kriegen

Doch schnell wurde Köln wieder aufgebaut und hat sich seitdem zur Messe-, Kunst- und Medienstadt entwickelt. So ist die seit 1950 bestehende Photokina heute die größte Messe für Produkte für Fotografie. Mit der seit 1967 bestehenden, weltersten Kunstmesse Art Cologne wurde Köln zur führenden Kunsthandelsmetropole. Später entstanden weltbekannte Museen wie das Römisch-Germanische-Museum, das Wallraff-Richartz Museum und das Museum Ludwig, sowie das Immhoff-Stollwerk-Museum (Schokoladenmuseum). Seinen Titel als Medienhauptstadt Deutschlands trägt Köln aufgrund der Konzentration von Medienunternehmen, viele davon im "Mediapark", wie Deutschlandfunk, RTL, Vox, Super RTL, Viva, Viva Zwei. Als vielseitige und erfolgreiche Stadt hat sich Köln der Welt zuletzt beim Weltjugendtag 2005 präsentiert, als auch der neugewählte Papst Benedikt XVI. die Stadt besuchte.

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